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Durch die faszinierende Landschaft Oberbayerns führt die
Deutsche Alpenstraße von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden
abwechselnd zwischen Voralpen und Hochgebirge zu sehenswerten
Ortschaften, historischen Bauwerken und zahlreichen Naturschönheiten.
In Oberbayern begegnen sich die Menschen mit einem fröhlichen
„Grüß Gott“. Bei vielen örtlichen
Kirchen- und Heimatfesten wird altes Brauchtum lebendig. Besucher
erleben die Tradition in Heimatabenden, Bauerntheatern und Folkloreveranstaltungen.
Weltberühmt sind die Oberammergauer Passionsspiele, die alle
zehn Jahre (2000, 2010) aufgeführt werden.

Reisezeit
Als Reisezeit für Ferien in Oberbayern bieten sich alle
vier Jahreszeiten an.
Naturfreunde, Hobbyfotografen und Maler erleben besonders intensiv
im Frühjahr das Erwachen der Natur. Auf den saftig grünen
Wiesen, an den Hängen und zwischen den Felsen beginnen nach
der Schneeschmelze die Alpenblumen in allen erdenklichen Formen
und Farben zu blühen. In den Tallagen können ausgedehnte
Spaziergänge, Wanderungen und Radfahrten unternommen werden,
während die Hochlagen noch schneebedeckt sind.
In den Sommer- und Herbstmonaten (Anfang Juni bis Mitte Oktober)
ist die Hauptsaison. Zahlreiche Urlauber und Wochenendausflügler
beleben die Region und wollen die Landschaften an den Seen, im
Voralpenland und im Hochgebirge auf vielfältige Weise erleben.
In allen Orten werden sportliche, musische und kulturelle Angebote
unterbreitet.
Bergwanderer können in den Monaten September und Oktober
neben einer farbenfrohen Herbstlandschaft die beständigsten
Wetterbedingungen mit einzigartiger Fernsicht erwarten.
Wintersportler haben von Weihnachten bis Ostern ihre Saison. Bis
in die Tallagen darf mit Schnee und guten Bedingungen für
alle Wintersportarten gerechnet werden.
Starnberger Fünf-Seen-Land
Jeder See des Starnberger Fünf-Seen-Landes hat sein eigenes
Gesicht. Der größte von ihnen ist der 57 km² große
Starnberger See, im Volksmund auch „Fürstensee“
genannt. Hier hat die österreichische Kaiserin Elisabeth,
besser bekannt unter dem Namen „Sissi“, oft die Sommerzeit
verbracht. Sie begegnete wiederholt dem bayerischen König
Ludwig II., der auf Schloss Berg am Starnberger See seine Sommerresidenz
hatte. Der König verlor 1886 auf tragische Weise sein Leben
im See. Mit 47 km² ist der Ammersee, der „Bauernsee“,
nur wenig kleiner. Auf beiden Seen werden in den Sommermonaten
Passagierschiffe im Linienverkehr und für Rundfahrten eingesetzt.
Dazwischen tummeln sich Schwimmer und Wassersportler. Wer die
Stille und Idylle einer naturnahen Landschaft sucht, ist am Wörthsee
(4,4 km² ), am Pilsensee (2 km²) oder am Wesslinger
See mit einer Länge von ca. 600 Metern und einer Breite von
ca. 500 Metern richtig.
Über dem Ammersee erhebt sich Bayerns Heiliger Berg mit dem
Kloster Andechs. Die Klosterkirche gehört zu den drei bedeutendsten
Wallfahrtskirchen Deutschlands. In der gotischen Klosterkirche
sind fantasievoller Stuck und Fresken der Rokokozeit sowie eine
große Sammlung von Votivkerzen zu bewundern.

Freizeitangebote
Für Wanderer eröffnet sich auf 180 Kilometern Wanderwegen
die Möglichkeit, Land und Leute der Region kennenzulernen.
Mehrere Pauschalangebot beinhalten „Wandern ohne Gepäck“.
Die Umgebung des Starnberger Fünf-Seen-Landes ist durch ein
Netz von 250 Kilometern ausgewiesener Radwege erschlossen. Angeboten
werden mehrtägige Touren „Radln ohne Gepäck“
auf unterschiedlichen Routen. Wenn das Ziel erreicht wird, ist
das Gepäck bereits an seinem Bestimmungsort angekommen.
Werdenfelser Land und Karwendelgebirge
Im Mittelalter erhielt das Gebiet von Garmisch - Partenkirchen
und Mittenwald den Beinamen „Goldenes Landl“. Eine
wichtige Handelsstraße verlief von den Wirtschaftsmetropolen
in Norditalien über den Brenner nach Augsburg. Heute ist
die Region zwischen Oberammergau und Mittenwald, zwischen dem
Kochel- und dem Walchensee sowie Garmisch-Partenkirchen durch
den Tourismus wieder zu einem „Goldenen Landl“ geworden.
Die Zugspitze ist mit einer Höhe von 2 963 Metern ü.d.M.
die höchste Erhebung in Deutschland. Auf den Gipfel führen
die höchste Bergbahn Deutschlands und die 18,7 Kilometer
lange Zahnradbahn. Bei klarer Sicht eröffnet die Zugspitze
eine einmalige Fernsicht über zahlreiche Kämme der Alpen.
Freizeitangebote
Im Sommer sind auf den zahlreichen markierten Wegen die Wanderer
und Bergwanderer unterwegs. In den Felswänden streben die
Kletterer nach oben. Gleitschirm- und Drachenflieger schweben
lautlos ins Tal. In Gebirgsflüssen kämpfen die Wildwasserkanuten
mit dem nassen Element. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann
mit einer Pferdekutsche durch die Tallagen fahren oder sich mit
einem der zahlreichen Bergbahnen und Sessellifte auf einen Gipfel
bringen lassen.
Die Region ist ein begehrtes Wintersportgebiet. Langläufern,
Abfahrern und Snowboardern werden Pisten für Anfänger
und Fortgeschrittene geboten. Auf den Eislaufflächen des
Olympia-Eissport-Zentrums und auf Naturseen kann man gleiten,
tanzen und springen. Gerne gesellen sich Sportfreunde beim Eisstockschießen
oder Curling. Der Olympia-Ort 1936 Garmisch - Partenkirchen ist
jedes Jahr Austragungsort von zahlreichen Wintersportveranstaltungen
mit nationalen und internationalen Spitzensportlern.
Tegernsee und Schliersee
Schon im 19. Jahrhundert begann am 9 km² großen Tegernsee
der Fremdenverkehr. König Maximilian Joseph von Bayern baute
das verfallende Kloster Tegernsee aus dem 8. Jahrhundert zu einem
klassizistischen Schloss um und weilte dort oft zur „Sommerfrische“.
Das fand vor allem beim Hochadel Nachahmer, die sich in den Orten
Bad Wiessee und Rottach-Egern aufhielten. Allmählich entwickelte
sich das gesamte Territorium zwischen den Flüssen Isar und
Inn mit dem Tegernsee und dem 2,2 km² großen Schliersee
im Mittelpunkt zu einer beliebten Urlaubsregion. Die Ortsbilder
werden bestimmt von den barocken Kirchen mit den bekannten Zwiebeltürmen
und zahlreichen Häusern mit überlieferten Lüftlmalereien
an den Fassaden.

Freizeitangebote
Die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen bei den sommerlichen
Besuchern sind Baden und Wassersport. Die Badeanstalten mit Liegewiesen
laden zum Schwimmen und Relaxen ein. Auf dem Wasser sind Segler,
Surfer und Ruderer unterwegs. Zahlreiche, gut markierte Wanderwege
führen durch reizvolle Täler und auf die Höhen.
Abseits der Hauptwanderwege finden Naturfreunde ruhige Plätze,
um das Bergpanorama mit seiner einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt
zu genießen.
In den Wintermonaten kommen neben den Urlaubern auch viele Münchener
über das Wochenende zum Skilaufen. Traditionell wird am fast
1 100 Meter hoch gelegenen Spitzingsee der originelle Firstalm-Skifasching
gefeiert. Im Laufe des Jahres werden zahlreiche traditionelle
Volksfeste und Prozessionen mit alten Trachten durchgeführt.
Chiemgau
Der Chiemgau ist eine hügelige Landschaft, die auf fast
2 000 Meter ü.d.M. ansteigt. Den Mittelpunkt der Region bildet
der Chiemsee, mit 82 km² Wasserfläche der größte
See Bayerns. Er trägt auch den Beinamen „Bayerisches
Meer“. Dazu kommen zahlreiche kleinere Wald- und Badeseen
inmitten weiter Wiesen-, Wald- und Moorflächen.
Die größten Anziehungspunkte des Chiemsees sind die
beiden Inseln, die in den Sommermonaten täglich mehrmals
von Personenschiffen angefahren werden. Tausende von Besuchern
kommen auf die Insel Herrenchiemsee. Im Mittelpunkt des Interesses
steht das Neue Schloss, das der bayerische König Ludwig II.
in den Jahren 1878 – 1885 nach dem Vorbild des Versailler
Prunkschlosses errichten ließ. Auf der wesentlich kleineren
Insel Frauenchiemsee wurde im Jahr 772 das Benediktinerinnenkloster
gegründet. In der Torhalle des Münsters sind Fresken
aus dem 9. Jahrhundert erhalten. Das 1730 umgebaute Klostergebäude
kann nur von außen besichtigt werden.
Freizeitangebote
Zahlreiche Badestrände an den Ufern des Chiemsees laden
zum Baden und Schwimmen ein. Auf dem Wasser haben die Wassersportler
ihr Revier. Fahrgastschiffe verkehren auf dem Chiemsee im Linienverkehr
oder unternehmen Rundfahrten. Um den See herum und in der Berglandschaft
erschließen rund 2 700 Kilometer Wander- und Spazierwege
eine abwechslungsreiche Landschaft. Die angelegten Natur- und
Alpenlehrpfade erklären die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.
In den Wintermonaten bringen rund 100 Sessel- und Schlepplifte
die Wintersportler auf die Höhen mit ihren zahllosen kleinen
Hängen und einigen rasanten Abfahrtspisten. Die bekanntesten
Wintersportorte sind Reit im Winkel, Inzell mit dem Leistungszentrum
der Eisschnellläufer und Ruhpolding als Austragungsort von
Nordischen Skiwettkämpfen.
Berchtesgadener Land
Der bekannteste Blickwinkel des Berchtesgadener Landes ist die
kleine zweitürmige Kirche St. Bartholomä am Königssee
mit der gewaltigen Ostwand des Watzmanns im Hintergrund. Die einmalige
Hochgebirgslandschaft mit den spektakulären Felsengipfeln
von Watzmann und Hochkalter sowie den tief eingeschnittenen Tälern,
mit ihrer sauberen Luft und kristallklaren Bächen, mit ihrer
besonderen Flora und Fauna ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes
Reiseziel. Ein Teil ist als Nationalpark ausgewiesen. In diesem
Landschaftsreservat wird die Natur ohne menschliche Eingriffe
und wirtschaftliche Nutzung sich selbst überlassen.

Freizeitangebote
Die Berchtesgadener Alpen faszinieren gleichermaßen aktive
Bergwanderer, Kletterer und Wintersportler wie Naturfreunde und
Ruhesuchende. Der Hauptort ist Berchtesgaden. Wenige Kilometer
davon entfernt befindet sich das bayerische Staatsbad Bad Reichenhall
mit 22 Solequellen. Früher wurde hier Salz gewonnnen. Heute
wird die Sole zu Heilzwecken genutzt. In Bad Reichenhall kann
ein historisches Pumpwerk und in Berchtesgaden ein Salzbergwerk
besichtigt werden.
Das Berchtesgadener Land gehört zu den schönsten Wandergebieten
im deutschen Alpenraum. Ebene oder nur leicht ansteigende Wege
erstrecken sich in den Tallagen, während die Bergwanderwege
teilweise erhebliche Steigungen aufweisen.
In und um Berchtesgaden können alle Wintersportarten ausgeübt
werden. Die besten Bedingungen finden Rodler und Langläufer,
Eisläufer und Eisstockschützen vor. Berühmt ist
die Kunsteis-Rodelbahn am Königssee, die schon oft Austragungsort
internationaler Wettkämpfe und Meisterschaften war.
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