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Das Weserbergland gibt bereits durch den Namen einen Hinweis
auf seinen landschaftlichen Charakter. Der Weserfluss durchzieht
in seinem mal breiter, mal enger werdenden Tal die Region. An
den Ufern liegen zahlreiche Dörfer und Städte, die ihre
Entstehung der Land- und Forstwirtschaft, der Schifffahrt und
dem Schiffsbau oder dem Handel zu verdanken haben. Zur Silhouette
der Landschaft gehören die Türme schlichter Dorfkirchen
und die Doppeltürme geschichtsträchtiger Klöster.
Das Weserbergland beginnt dort, wo die Weser ihren untypischen
Anfang nimmt. Umgeben von Reinhardswald, Bramwald und Kaufunger
Wald fließen in Hannoversch Münden die beiden Flüsse
Werra und Fulda zusammen und bilden einen dritten mit dem neuen
Namen Weser. Auf einem Gedenkstein ist in Versform zu lesen:
„Wo Werra sich und Fulda küssen,
sie ihren Namen büßen müssen;
und hier entsteht durch diesen Kuss,
deutsch bis zum Meer, der Weserfluss“.
Der Flussabschnitt, der als Weserbergland bezeichnet wird, endet
an der Porta Westfalica bei Minden. Hier hat sich das Wasser der
Weser zwischen Weser- und Wiehengebirge einen Durchbruch geschaffen
und setzt dann seinen Weg im Norddeutschen Tiefland bis zur Nordseeküste
fort.
Auf seiner gesamten Länge säumen an beiden Ufern bewaldete
Höhenrücken das Wesertal. Typisch für den südlichen
Teil des Weserberglandes sind die weiträumigen Waldgebiete
von Reinhardswald, Bramwald und Solling mit ihren alten Baumbeständen.
Im nördlichen Teil formen die schrofferen Bergzüge von
Vogler, Hils, Süntel und der Bückeberge, sowie der 22
Kilometer lange Klippenkamm des Ith die Landschaft.

Weserbergland – Heimat der Sagen und Märchen
Die Ferienregion Weserbergland wirbt mit dem Slogan „Märchen
werden wahr“. Zahlreiche Sagen und Märchen ranken sich
um die Burgruinen und alten Klöster, um die weiten Wälder
und historischen Städte:
Beim Besuch der Sababurg im Reinhardswald, die früher von
einer dichten Dornenhecke umgeben war, wird die Erinnerung an
die schöne Königstochter Dornröschen lebendig.
Bei Wanderungen durch den Solling denkt man an den Wilden Reiter,
der in dunklen Nächten sein Unwesen treibt. In der malerischen
Altstadt von Hameln wird alljährlich von einheimischen Laiendarstellern
die Geschichte vom Rattenfänger nachgespielt. Und in Hann.
Münden wird im Sommer das schillernde Treiben des Dr. Eisenbart
vor der Kulisse des historischen Rathauses aufgeführt.
Weserbergland – Ferienregion mit vielseitigen Angeboten
Der Werbeslogan meint auch die breite Palette an Freizeitmöglichkeiten.
Für sportliche Aktivitäten gibt es Angebote zu Lande,
zu Wasser und in der Luft. Musisch Begabte betätigen sich
unter fachlicher Anleitung beim künstlerisch - kreativen
Tun. Oder man genießt ganz einfach die schöne Landschaft.
Wandern
Ein dichtes Netz von ausgeschilderten Wanderwegen durchzieht das
waldreiche Weserbergland. An den Wanderparkplätzen informieren
Hinweistafeln über Länge und Markierung der Rund- und
Streckenwanderwege, über natürliche oder historische
Sehenswürdigkeiten.
Auf dem mit „XW“ gekennzeichneten Weserbergland –
Wanderweg kann man auf Schusters Rappen das Land erkunden. Mit
einer Gesamtlänge von 210 Kilometern führt er von Hann.
Münden bis nach Minden an der Porta Westfalica. Pauschalangebote
schließen neben günstigen Übernachtungsmöglichkeiten
den Gepäcktransfer ein.
Radwandern
Das Wesertal bietet sich flussaufwärts und flussabwärts
für individuelle oder geführte Radtouren an.
Der „Weser – Radweg“ mit einer Gesamtlänge
von 455 Kilometern beginnt an der „Quelle“ in Hann.
Münden und endet bei Eckwarderhörne an der Mündung
des Flusses in die Nordsee. Ein Pauschalangebot beinhaltet 11
Übernachtungen mit Frühstück, Gepäcktransfer,
Informationsmaterial und eine Reisegeldabsicherung. Für Teilstrecken
gibt es gesonderte Offerten.
Kanuwandern
Die Weser schlängelt sich in sanften Bögen durch das
Tal und eröffnet immer neue Blicke auf die bewaldeten Höhenrücken.
Kanuwanderer können sich ohne große Kraftanstrengungen
von der Strömung treiben lassen.
Für Anfänger und Fortgeschrittene werden Gruppentouren
veranstaltet. Von Hann. Münden aus wird in 4 Tagen Beverungen
oder in 7 Tagen die Rattenfängerstadt Hameln erreicht. Die
Angebote schließen Übernachtungen mit Frühstück
und Gepäcktransfer ein. Kanus können geliehen werden.
Boots- und Floßfahrten
Zum Erleben des Weserberglandes gehört eine Schiffstour auf
der Weser. Bei der gemütlichen Fahrt zieht eine abwechslungsreiche
Landschaftskulisse vorüber. In den Sommermonaten starten
von zahlreichen Orten aus die Fahrgastschiffe zu mehrstündigen
Fahrten oder auch zu mehrtägigen Kreuzfahrten.
Die Flößerei hat auf der Weser eine lange Tradition.
Heute werden für Gruppen ab 20 Personen Tages- und Abenteuertouren
durchgeführt.
Kreatives Schaffen
Zahlreiche Kurse und Seminare bieten die Möglichkeit für
kreatives, kunsthandwerkliches Schaffen. In der Porzellanmanufaktur
Fürstenberg erlernen Seminarteilnehmer unter Anleitung das
Porzellanmalen und schaffen sich auf kostbarem Fürstenberger
Porzellan eigene Unikate.
Weserbergland – reich an Geschichte
Das Weserbergland blickt auf eine lange und abwechslungsreiche
Geschichte zurück.
Die Zentren der Ortschaften und viele historische Bauwerke sind
steinerne Zeugen der langen Vergangenheit:
Die Stadt Hann. Münden präsentiert sich dem Besucher
mit 700 Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten.
Die Barockstadt Bad Karlshafen wurde vor rund dreihundert Jahren
vom hessischen Landgrafen als neue Heimat für Hugenotten
und Waldenser errichtet.
Das Westwerk der Abteikirche in Corvey entstand im 9. Jahrhundert
in der Gründerzeit der Benediktinerabtei.
In der historischen Altstadt von Hameln stehen Bauwerke der Weserrenaissance
und schöne Bürgerhäuser in Fachwerkbauweise aus
dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Der Westbau des Mindener Domes wurde im 10. Jahrhundert geschaffen.
Eine technische Sehenswürdigkeit aus der heutigen Zeit ist
das Wasserstraßenkreuz, das mit einem Hub von 13 Metern
den Mittellandkanal mit der Weser verbindet.
Viele Museen dokumentieren die örtliche Geschichte, alte
Handwerke und Kunstfertigkeiten:
Im Glasmuseum in Boffzen wird die große Tradition des Glasmacherhandwerks
lebendig. Zur Ausstellung gehören Exponate mehrerer Zeitepochen.
Mit dem Namen Fürstenberg ist eine der berühmtesten
Porzellanmanufakturen in der Welt verbunden. Das Porzellanmuseum
im ehemaligen Jagdschloss Fürstenberg zeigt Gebrauchsgegenstände
und Kunstwerke aus der mehr als 250-jährigen Schaffenszeit.
Das Weserbergland empfiehlt sich durch seine natürliche
Schönheit und mit seinen interessanten Orten für einen
kurzen Besuch oder für einen längeren Urlaub.
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