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Das Erzgebirge liegt im Süden des Freistaates Sachsen. Es erstreckt sich auf einer Länge von 130 Kilometern und durchschnittlich 35 Kilometern Breite vom Auersberg im Westen bis zum Geisingberg im Osten. Der Gebirgskamm bildet seit langem die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen. In die langgestreckten Höhenrücken haben sich die Flusstäler von Zwickauer Mulde, Zschopau, Freiberger Mulde und Weißeritz tief eingegraben. An einigen Stellen erheben sich die Pfeiler des vulkanischen Gesteins wie Orgelpfeifen steil nach oben. Die höchsten Erhebungen auf sächsischer Seite sind der Fichtelberg (1.214 m ü.d.M.) bei Oberwiesenthal und der Auersberg (1.019 m ü.d.M.) bei Johanngeorgenstadt. Der höchste Berg des Erzgebirges ist der 1.244 m ü.d.M. hohe Klinovec/Keilberg, der auf tschechischem Gebiet liegt.

Bergbau

Mehr als 800 Jahre lang wurde im Erzgebirge Bergbau betrieben. Durch das erzreiche Gestein erhielt das Mittelgebirge seinen Namen. Es begann im Jahr 1168, als bei Freiberg das erste Silbererz gefunden wurde. Mehr als dreihundert Jahre später entstanden weitere Bergstädte, wie Schneeberg, Annaberg, Marienberg, Schwarzenberg. Gefördert wurden neben Silber vor allem Kupfer, Blei, Zink und Eisenerz. Der Bergbau war von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Er verhalf zahlreichen Ortschaften zu Wohlstand. Viel Prunk und Pracht zeigten die imposanten Bauwerke in Dresden an der Elbe, der Hauptstadt des Königreiches Sachsen. Im Jahr 1765 wurde in Freiberg die Bergakademie gegründet, die zum Zentrum für Bergbaukunde, Geowissenschaften und Hüttentechnik wurde. Seit 1969 ruht der Bergbau.
Viele Städte im Erzgebirge sind vom Bergbau geprägt. In zahlreichen Museen und über 20 Schaubergwerken wird mit vielen Exponaten die Geschichte des Bergbaus aufgezeigt. Anschaulich werden die kaum vorstellbaren schweren Arbeitsbedingungen dargestellt.
Bei den traditionellen Festen in den alten Bergbaustädten wird ein Stück Bergbaugeschichte lebendig. Die Teilnehmer an den Festumzügen tragen die alten, schmucken Bergmannsuniformen mit ihren farbigen Federbüschen.

Kunsthandwerk

Als viele Lagerstätten ausgebeutet waren, mussten sich die Menschen nach anderen Erwerbsmöglichkeiten umsehen. In Heimarbeit fertigten die Frauen Bänder und Borte an. Im 16. Jahrhundert kam die kunstvolle Spitzenklöppelei auf. Die Männer bearbeiteten das reichlich vorhandene Holz. Sie schnitzten Holzfiguren und Gebrauchsgegenstände. Aus dieser Tätigkeit entwickelte sich vor rund 300 Jahren die Holzschnitz- und Drechselkunst, die neben Holzspielzeug vor allem Nußknacker und Räuchermännchen, Schwippbögen und Weihnachtspyramiden, Blumenkinder und Lichterengel, Spieldosen und Spanbäumchen hervorbrachten. Dieses Kunsthandwerk hat sich bis heute erhalten und hat dem Erzgebirge den Beinamen Weihnachtsland eingebracht.

Weihnachtsland

In allen größeren Orten des Erzgebirges finden in der Vorweihnachtszeit traditionelle Weihnachtsmärkte statt. Den Mittelpunkt der Märkte bilden die oft mehrere Meter hohen Ortspyramiden. Besonders stimmungsvoll wirken sie an dunklen Adventsabenden, wenn sie im Kerzenschein und bei Schneefall ihre Runden drehen. Keine Pyramide gleicht der anderen. Alle haben ein großes Flügelrad. Auf mehreren Stockwerken werden das Weihnachtsgeschehen von Bethlehem oder Szenen aus der Welt des Bergbaus mit handgeschnitzten und -gedrechselten Holzfiguren dargestellt.
Die Höhepunkte in der Adventszeit bilden Bergparaden und Bergaufzüge der Bergmannsvereine in den festlich geschmückten Ortschaften. Von den Kirchtürmen ertönt feierliche Blasmusik. Zum überlieferten Brauchtum gehören die Mettenschichten, einst die letzte Einfahrt der Bergleute im Jahr.

Kunst und Kultur

Im 15. und 16. Jahrhundert wurden in einigen Bergbaustädten des Erzgebirges spätgotische Hallenkirchen errichtet, die durch ihre Größe, die weiten und hellen Räume mit imposanten Stern- oder Netzgewölben und die prachtvolle Innenausstattung etwas vom Wohlstand der Städte im späten Mittelalter widerspiegeln. Eine der schönsten Kirchen dieser Zeit ist der Freiberger Dom mit seinen prächtigen Kunstwerken. Dazu gehören u.a. die Goldene Pforte, die Triumphkreuzgruppe, die Tulpenkanzel und der Apostelzyklus. Weitere sehenswerte Kirchen in diesem Baustil befinden sich in Annaberg-Buchholz, Marienberg und Schneeberg. Eine reich ausgestattete Barockkirche steht in Schwarzenberg. Eine der bekanntesten Kirchen der Region ist die achteckige Bergkirche in Seiffen.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts schuf der Orgelbaumeister Gottfried Silbermann insgesamt 45 Orgeln, die vorwiegend in Kirchen in der Nähe von Freiberg eingebaut sind. Jährlich reisen zahlreiche Musikfreunde aus nah und fern an, um in diesen Kirchen den besonderen Klang der Silbermann-Orgeln zu genießen.

Freizeitangebote

Wandern
Das Erzgebirge ist eine klassische Wanderregion. Durch die Naturlandschaft mit ihren Wäldern, Hochflächen und Tälern verlaufen rund 5 000 Kilometer markierter Wanderwege. Auch mehrere Fernwanderwege durchqueren das Gebiet. Einer der beliebtesten ist der Kammweg zwischen Johanngeorgenstadt und Altenstadt, der mit Tagesetappen zwischen 20 und 30 Kilometern innerhalb einer Woche gut zu bewältigen ist.

Radwandern und Mountainbikefahren
Die Region des Erzgebirges mit unterschiedlichen Landschaftprofilen bietet sich für Unternehmungen mit Rad und Bike an. Sehenswerte Ziele sind die Städte Dresden und Freiberg, die Naturlandschaften des Mittelgebirges entlang der Silberstraße oder Orte mit historischen Sehenswürdigkeiten in der benachbarten Tschechischen Republik.

Fliegen
Einen besonderen Nervenkitzel ist das Drachen- und das Gleitschirmfliegen, das an mehreren Orten im Erzgebirge durchgeführt wird. Wer gerne einmal mit einem Fallschirm abspringen will, bekommt dazu bei einem Tandem-Passagiersprung mit einem versierten Partner Gelegenheit.

Wintersport
Das Mittelgebirge verfügt wegen seiner günstigen Höhenlage über gute Wintersportmöglichkeiten vom alpinen Skilauf über den Langlauf bis zum Rodeln. Reizvoll ist die „Kammloipe“, eine der längsten Langlaufstrecken Deutschlands. Der Kurort Oberwiesenthal am Fuße des Fichtelberges ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands und ein Wintersportzentrum mit Pisten und Loipen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Längen. Weitere Wintersportorte sind Altenberg, Geising und Zinnwald. In Altenberg befindet sich eine der modernsten Rennschlitten- und Bobbahnen der Welt.
Wer nicht selbst starten möchte, kann als Zuschauer beim Schlittenhunderennen, beim Skispringen oder einem internationalen Bob- und Rodelwettbewerb zuschauen.