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Wie der Name schon sagt, liegt die Zentralschweiz im Herzen des
Landes. Auch Urschweiz oder Innerschweiz genannt, bietet sie alles
was von der Schweiz erwartet wird: tiefblaue Seen, hohe Berge,
weiße Gipfel, grüne Almen, Alphornbläser, Kuckucksuhren
und glückliche Kühe – was will man mehr? Die Zentralschweiz
erstreckt sich über die fünf Kantone Uri, Schwyz, Unterwalden,
Luzern und Zug. Die Kantone könnten unterschiedlicher nicht
sein. Während der Norden von sanften Hügeln belagert
wird, ragen im Süden die imposanten Bergmassive der Alpen
in die Höhe. Im Herzen der Innerschweiz liegt Luzern angeschmiegt
an den Vierwaldstädtersee. Mit einer Größe von
113,6 km² ist er der viertgrößte Schweizer See.
In der Zentralschweiz steht die Tradition ganz hoch im Kurs. Brauchtum
wird aktiv gepflegt und bei verschiedenen Festen und Feiern zum
Ausdruck gebracht. Allseits beliebt sind die fast in jedem Dorf
stattfindenden Schwing – und Äplerfeste. Dort geht
es dann so richtig traditionell zur Sache. Trachten, Kulinarisches
und Musik aus vergangenen Tagen tragen ihr Übriges dazu bei.
Sportlich Begeisterte jeden Kalibers haben es in der Zentralschweiz
mehr als leicht, sich auszuleben. In vollen Zügen kann im
Winter wie im Sommer eine breite Angebotspalette wahr genommen
werden. Im Sommer lockt mit dem Vierwaldstädtersee ein gutes
Segel- und Surfrevier. Zusätzlich kommen Mountainbiker, Wanderer,
Ruderer, Kletterer oder einfach nur Faulenzer auf ihre Kosten.
Im Winter ist Skifahren total angesagt – schließlich
ist man in der Schweiz! Ob Abfahrt, Langlauf, Snowboard, Freeride
oder Rodeln – jegliche Schwierigkeitsgrade sind vorhanden.
Kulinarisch gibt es in der Innerschweiz ein paar leckere Spezialitäten.
Vor allem Fisch, der fangfrisch aus den eigenen Seen auf den Teller
kommt, gibt es in verschieden Geschmacksvariationen. Kreative
Köche zaubern vielerorts aus traditionellen Gerichten wahre
Meisterwerke, die unbedingt probiert werden sollten. Dazu zählen
vor allem Chüglipastete und Röstis!
Und falls sie auf der Speisekarte zufällig „Schnipo“
oder „Mistkratzerli“ finden - haben sie keine Angst
es zu bestellen, denn dahinter verbirgt sich das gute „Schnitzel
mit Pommes“ und „der halbe Hahn“!
Luzern
Luzern ist eine die sechstgrößte Stadt der Schweiz.
Dementsprechend ist das Angebot der Leuchtenstadt. Bis zum 8.
Jh. war das ehemalige Fischerdorf nicht sehr bedeutend. Erst allmählich
entwickelte es sich zu einem wichtigen Markt- und Umschlagplatz.
Die gemütliche Altstadt mit engen Gassen, Marktplätzen
und Holzbrücken prägen das Stadtbild. Hinzu kommt die
Seepromenade mit unzähligen Cafés und Restaurants
und einem atemberaubenden Blick auf den Vierwaldstädtersee
und den angrenzenden Bergen im Hintergrund. Auf dem See verkehren
täglich Ausflugsboote, die zu den Zielen Küssnacht,
Bürgenstock und Brunnen aufbrechen. Besonders nett sind die
alten aber sehr schön restaurierten Raddampfer, die Besucher
über das Wasser schippern.
Immer im Februar/März, am sogenannten „schmutzigen
Donnerstag“ verwandelt sich Luzern in ein riesiges Volksfest,
das Besucher aus der gesamten Schweiz anzieht. Die „Luzerner
Fasnacht“ ist ein im gesamten Land bekanntes Ereignis. Kostümierte
Musikanten, farbenfrohe Straßenumzüge und etliche skurril
verkleidete Personen prägen dann das Straßenbild.
Beliebtes Ausflugsziel ist der Hausberg Pilatius mit 2.120 Metern
Höhe. Hinauf kommt man von Alpnachstad, mit der steilsten
Zahnradbahn der Welt! Anschließend kann nach knapp 10 Minuten
Fußmarsch der Gipfel erklommen werden, und die grandiose
Sicht über die Alpenkette bzw. den Schwarzwald genossen werden.
Uri
Der Kanton ist den meisten bekannt, weil der berühmt berüchtigte
Gotthardtunnel durch den Landstrich führt. Schon 1872 wurde
mit dem Bau des 15 Kilometer langen Tunnels begonnen. Zehn Jahre
später fuhr der erste Zug hindurch. Seit 1980 kann der Tunnel
auf einer Länge von 16,8 Kilometer auch mit dem Auto durchfahren
werden.
Uri ist ein Kanton der einiges zu bieten hat, deshalb sollten
ein paar Tage Aufenthalt bei der Durchreise durchaus mal eingeplant
werden.
Der 3.630 Meter hohe Dammastock ist im Winter ein ideales Skigebiet
für Ruhesuchende. Abseits vom Massentourismus lässt
sich dort sein Urlaub in der Idylle verbringen.
Nebenbei kann den Spuren von Wilhelm Tell gefolgt werden. Der
Sage nach ist der aus Bürgeln stammende Tell, in dem Kantonshauptort
Altdorf, zum Apfelschuss gezwungen worden. Überall begegnet
Tell dem Besucher. Museum, Souvenirs, Wanderwege – alles
ist dem flinken Wilhelm gewidmet.
Altdorf mit seinen 8.230 Einwohnern ist schon lange ein Ort mit
zentraler Bedeutung. Vor dem Bau des Gotthardtunnels war der Ort
ein wichtiger Marktflecken. Das Ortsbild besticht durch südliches
Flair, gemütliche Gassen und einladenden Cafés.
Schwyz
Der Kanton Schwyz mit seiner gleichnamigen Kantonhauptstadt ist
der Namensgeber der Schweiz. Es herrscht mediterranes Klima in
der Gegend, die für ihre Sommerfrische bekannt ist.
In der Stadt Schwyz merkt man auf Schritt und Tritt, dass man
sich auf geschichtlichem Boden befindet. Schon 927 wurde die kleine
Siedlung am Lauerzer See erstmals urkundlich erwähnt - Urkunden
aus dünnsten Pergament können im Bundesbriefarchiv begutachtet
werden.
Die Stadt liegt zu Füßen der „Mythen“,
zwei Kalkformationen, die von erfahrenden Bergsteigern erklommen
werden können. Für weniger Geübte führen Skilifte
und eine Luftseilbahn hinauf bis zum 1.899 Meter gelegenen Gipfel.
In Einsiedeln, das geistliche Zentrum der Schweiz, im Norden
des Kanton gelegen, wartet der Voralpenexpress. Vor allem für
Familien ist der Trip vom Bodensee bis zum Vierwaldstädtersee
ein Highlight. Die äußerst reizvolle Strecke führt
durch Berg- und Seenlandschaften und bietet Stopps an vielen attraktiven
Ausflugszielen der Schweiz.
Zug
Der Kanton Zug ist der kleinste der ganzen Schweiz. Die gleichnamige
Kantonshauptstadt hat gerade mal 21.609 Einwohner. Klein aber
fein möchte man sagen, denn Zug hat einiges an Abwechslung
zu bieten, und lässt so manchem Urlauber das Herz freudig
höher schlagen. Zunächst ist das kleine Städtchen
ein Steuerparadies: über 2.000 multinationale Firmen haben
ihren Sitz oder mindestens einen Briefkasten vor Ort. Dann ist
es ein historisch schön anzusehender Ort. Die mittelalterliche
Altstadt weist eine in Teilen bestens erhaltene Stadtmauer auf,
und das spätgotische Rathaus kann sich mit seinen Schnitzereien
und der verzierten Holztäfelung ebenfalls sehen lassen. Gemütlich
sitzen, schauen und entspannen kann man an der Seepromenade. Ob
ein feudales Mahl oder nur ein Snack, dort wird für jeden
Geschmack das Richtige zu finden sein.
Ganz in der Nähe der Kantonhauptstadt, in Baar, ist das
Ausflugsziel „Höllgrotten“ zu Hause. Die sehenswerte
Topfsteinhöhle zählt zu den schönsten der Schweiz.
Ein bequemer und leicht zu erwandernder Pfad führt durch
die beleuchteten großen Hallen des Höhlenreiches. Auf
Jacken und Pullis sollte man aber nicht verzichten, denn immerhin
hat die Höhle nur eine Temperatur von 10 Grad.
Für viel Spaß sorgt gerade im Sommer der Zuger See.
Planschen, segeln, baden, tauchen und und und: das kühle
Nass setzt keine Grenzen. Natürlich gibt es auch mysteriöse
Legenden in Zug, oder vielmehr am Zuger See: Am 4. März 1435
versanken 26 Häuser im See. Seitdem wird gesagt, dass junge
schöne Nixen die Unterwasserwelt bewohnen und Fischer in
ihr Reich anlocken.
Ein ähnliches Unglück geschah 1887. Damals verloren
327 Menschen ihr zu Hause. Seitdem scheint es, als wenn die Zuger
sich mit ihrem See versöhnt und arrangiert haben.
Unterwalden
Den Kanton Unterwalden ist unterteilt in Obwalden und Nidwalden.
Das hat einen geographischen Hintergrund: der Alpnachersee trennt
das Tal der Sarner Alpen mit dem Stanser Becken. Auch sprachlich
sind die Halbkantone voneinander getrennt. So haben Stanser Bürger
eine andere Mundart als Sarner. Beides ist jedoch historisch bedingt,
und beide Volksgruppen sind ebenso stolz auf ihre traditionelle
Sprache.
Zum Tourismusort hat sich das Dorf Engelberg gemausert. Das nette
Hochtal war von 1120 bis 1798 ein geistlicher Miniaturstaat, der
sich Mitte des 19. Jahrhundert zum Kurort entwickelte.
Das „Titlis Rotair“ ist der höchste Ausflugspunkt
und gleichzeitig das größte Skigebiet der Zentralschweiz.
Große Gletscher machen es möglich, dass dort auch im
Sommer der Skitourismus Saison feiert. Am Gletscher selber findet
der emsige Skifahrer alles was das Herz begehrt: Restaurant, 360°
Panoramablick, Schneerutschbahn und Skischule.
Im Kloster Engelberg ist heute eine Käserei untergebracht.
Diese kann man unter fachkundiger Führung anschauen, und
sich so informieren, wie moderne Käseherstellung funktioniert.
Nebenan befindet sich ein Bistro mit einem Käsespezialitätenladen,
dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt!
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