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Das sonnenverwöhnte Wallis liegt an der Alpensüdseite mit Grenzen zu Italien und Frankreich. Die Region, die den Inbegriff der Schweiz in allen Facetten ausstrahlt, empfängt Besucher im Sommer wie im Winter mit einem umfangreichem und erlebnisreichem Angebot. Das Wallis strotzt zugleich voller Gegensätze: Dem flachen Rhonetal stehen 51 Viertausender entgegen, der weichen und grünen Landschaft im Flusstal die schroffen schneebedeckten Felsen in der Tiefe der Alpen. Natur- und Kulturschönheiten findet man im Wallis an jeder Ecke - beziehungsweise auf jedem Gipfel: Matterhorn, Aletschgletscher oder die Städte Sion und Sierre sind nur einige derer, die in diese Kategorie passen. Sportlich geht es hoch her im Wallis. Im Winter tummeln sich Skifreunde aus aller Welt in den Walliser Alpen und freuen sich über das nicht zu überbietende Angebot. Ob altbewährte und beliebte Abfahrten, Snowboard, Schlitten sowie Langlauf, oder aber lieber trendig aktiv mit Snowtubing, Skifox oder Snowscooter - es werden keine Wünsche offen bleiben. In der Skipause kann der Besucher dann Eisfischen, Eisklettern, Kutschfahrten, Schneeschuhwandern, oder sich einfach nur verwöhnen in einem der wohlig-wärmenden Thermalbäder. Aber nicht nur Winterfreuden werden im Wallis gemacht, auch der Sommer ist einen Besuch wert. Dann finden Wanderer, Bergsteiger und Naturfreunde ihr Paradies. Wanderwege sind in jedem Winkel des Wallis zu finden. Themenwege, einfache Spazierwege, hochalpine Touren, Bergsteigerkurse oder Tagestouren machen das Wanderherz froh. Da, wo sich Wanderer freuen, kommen auch Radler und Reiter nicht zu kurz. Mit etlichen Parcouren jeglichen Schwierigkeitsgrad und Down-Hill Strecken lassen sich Mountainbiker erfreuen - Reiter erwartet ein ausgiebiges Netz an Reitwegen, die durch fast unberührte Natur führen. Ganz Aktive und Neugierige können sich auf ein Maultier- oder Lamatrekking begeben, Riverrafting lernen, Gleitschirmfliegen wagen, Wild beobachten oder einfach Sommerski fahren - Möglichkeiten gibt es genug. Die größten Feriengebiete im Winter wie Sommer sind Saas-Fee, Les Portes du Soleil, Goms und Zermatt. Nach soviel Sport ist der Hunger groß. Keine Angst, das Walliser Angebot ist reichhaltig und abwechslungsreich! Während man sich im Frühling dem Königsgemüse Spargel widmet (mit Soße, überbacken, gratiniert), kommt im Sommer rot und saftig die Tomate in die Töpfe. Herbstlich wird es mit dem Brisolee, geröstete Kastanien mit verschiedenen Alpkäse und jungem Wein, welche in gemütlicher Runde zu einem Festmahl werden. Ganzjährig angeboten werden die Walliser Gemüsesuppe, frische Forellen und deftige Wildgerichte. Abgerundet werden die Mahlzeiten mit erstklassigen Weinen aus der Region.

Zermatt und das Matterhorn

Nach der Erstbesteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865 durch den Engländer Edward Whymper sowie die Brüder Taugwalder, kam auch für Zermatt der Aufschwung. Obwohl das Matterhorn mit 4478 Metern nur der fünfthöchste Berg der Schweiz ist (der höchste ist die Dufourspitze, 4634m), so ist er doch der bekannteste. Majestätisch trohnt die steile "Pyramide" über dem kleinen Ort Zermatt und raubt Erstbesuchern beim Anblick alle Sinne.

 Mittlerweile ist die Besteigung des Matterhorns an der Tagesordnung, nichtsdestotrotz sind über 400 Menschen bei Besteigungen ums Leben gekommen - der Berg ist nicht zu bändigen und macht es selbst erfahrenden Bergsteigern schwer, seinen Gipfel zu erreichen. Egal ob Sommer oder Winter, man sollte nicht vergessen ein Foto von "seiner Majestät" dem Matterhorn zu machen. Die Südflanke in Italien, wo der Berg übrigens Monte Cervino heißt, ist hingegen äußerst unfotogen. Zermatt zu erreichen ist gar nicht so einfach, da das gesamte Dorf autofrei ist. Man parkt in Täsch (gute fünf Kilometer entfernt) und begibt sich in die Pendelbahn, welche Besucher ins Dorf bringt. Obwohl Zermatt mit Luxushotels und Top-Boutiquen übersät ist, hat es sich seinen ursprünglichen Charme erhalten. Der großzügige Kirchenplatz und die urigen Holzstadel (Holzhäuser) im Kern des Ortes zeugen von Tradition. Im Frühling und Sommer strotzt Zermatt nicht nur vor unzähligen Geranien, die in all ihrer Farbenpracht den Ort beherrschen, sondern lockt zudem als größtes Sommerskigebiet der Alpen. 25 Kilometer Pisten und neun Skilifte stehen "Wintersportler" dann zur Verfügung. Ansonsten lässt sich Wandern, Klettern, Reiten, Biken und Golfen. Ein Highlight ist der jährlich im August stattfindende Folkloreumzug, bei dem die ganze Gemeinde feiert. Im Winter wird das Gebiet völlig vom Skisport gefangen genommen. Pisten. Loipen, Curling, Rodeln, Eislauf oder Snowboarden können vor Ort ausgeführt werden.

Sion

Sion (dt. Sitten) ist die Hauptstadt des Wallis. 25.000 Einwohner leben in der von Rebhängen eingebetteten Stadt, die mit südländischem Klima und einer malerischen Altstadt überzeugt. Der Ursprung Sions geht bis ins Mittelalter zurück. Überreste aus jener Zeit sind überall im Ort zu sehen. Aber auch weitere Kulturhighlights sind in der Kantonhauptstadt zu bewundern. So verbirgt zum Beispiel die romanisch-frühgotische Bergkirche "Notre-Dame-du-Glarier" die älteste spielbare Orgel der Welt. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Orgel und das barocke Chorgestühl von 1664 sind ein Schatz der ganz besonderen Art. Jedes Jahr im Sommer findet in Sion das "Festival der alten Orgel und der alten Musik" statt. Ansonsten ist Sion die Einkaufs- und Erlebnisstadt für die gesamte Region. Eine gemütliche Fußgängerzone bietet alles, was zum zünftigen Bummel gebraucht wird. Unzählige Weinkeller bieten die Spezialitäten des Kreises an und veranstalten in regelmäßigen Abständen feuchtfröhliche Weinproben. Im Sommer ist ein Besuch auf dem örtlichen Markt ein Highlight. Werden dann doch Aprikosen, Tomaten, Trauben und sogar Oliven aus der Region verkauft.

Aletschgletscher

Der Aletschgletscher ist der mächtigste und längste Eisstrom der gesamten Alpen. Mit 24 Kilometer Länge nimmt der Gletscher heute eine relativ kleine Umgebung ein. Vor 20.000 Jahren lag seine Zungenspitze noch im französischen Lyon! Die Schönheit und Einzigartigkeit des Gletschers hat im Jahre 1860 auch einen gewieften Geschäftsmann gefangen. Er baute direkt am Gletscher ein Hotel, welches die Touristen einquartierte. Heute ist das Hotel noch zu bewundern, leider ist der Gletscher mittlerweile schon zwei Kilometer zurückgezogen, so dass das Hotel nur noch an einem Geröllfeld steht. Das Aletschgebiet verfügt über traumhafte Wanderwege. Von einfachen Spaziergängen bis hin zu geführten Wanderungen entlang dem Gletscher ist alles zu finden. Ebenso locken imposante Felsschluchten zu abenteuerlichen Ausflügen und eine einzigartige Alpenflora zum Entdecken und Staunen. Im Winter geht es wie auch andernorts auf die Skier. Auf Pisten und Loipen kann das Winterglück gefunden werden. Romantiker haben die Auswahl zwischen Ausflügen in Pferdeschlitten, Schneeschuhwanderungen oder Fackelabfahrten. Um die Seele mal so richtig baumeln zu lassen, eignet sich die edle und schmucke Thermalbad-Anlage in Brigerbad. Solebad, Sauna, Wellenbad und Grotte geben dem Körper und Geist neuen Schwung und Elan.

Sierre

Sierre (dt. Siders) liegt mitten in der fruchtbarsten Talebene der Rhone. Der Ort, der sich ca. 20 Kilometer nordöstlich von Sion befindet, ist durch seine hervorragenden Weine bekannt geworden. Grüne Rebhänge schließen Sierre mit seinen 14.000 Einwohner sanft ein und geben Mittelmeerromantik wieder. Im Herbst zur Lese liegt ein unverwechselbarer Duft über dem Ort, dann gibt es die Möglichkeit auf einem der vielen Weinhöfe den neuen Wein zu verköstigen. Wer zu einer anderen Jahreszeit in Sierre verweilt, der kann über den Weinlehrpfad eine Menge über die Weinkelterei erfahren. Im Frühjahr und Sommer begrüßt der Ort seine Besucher mit einer Blütenpracht. Parkanlagen, Straßenverzierungen und Gärten verwandeln sich dann in ein einziges Blumenmeer - überall sind seltene Blumenkombinationen in unterschiedlichster Pracht zu bewundern. Einen Besuch wert ist auch die "Fondation Rainer Maria Rilke", die Erinnerungsstücke an den Dichter ausstellt. Selbiger hat im Nachbarort Veyras ab 1921 gewohnt.

Martigny und der Große St. Bernhard

Martigny ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum im Südwesten des Wallis. Schon früher, zur Zeit der Römer, war der Ort ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Überreste der damaligen römischen Besiedelung sind auch heute noch zu bewundern. Ein Amphitheater, ein gallrömischer Tempel und diverse Museen geben Aufschluss darüber, wie die Römer in Martigny lebten. Der Große St. Bernhard hat seine Bekanntheit vor allem zwei Dingen zu verdanken: dem Tunnel und dem Bernhardiner. Wegen letzterem kommen die meisten Touristen. Der bullige Lawinenspürhund wird auch heute noch im Kloster St. Bernhard gezüchtet - nur nicht mehr als Spürnase, sondern auch als treuer Familienhund.

Zwischen Martigny und dem weltbekannten Museum der Gianadda-Stiftung und dem Ferienort Chamonix (Frankreich) liegt das Trienttal mit seinen Gletschern, Wasserfällen und Schluchten. Die Natur auf dem Weg zum Mont-Blanc ist wild und voller Abgründe. In früheren Zeiten gehörte unser Tal zum Mont-Blanc-Gebiet. Geschichte und Grenzlegung haben die ursprüngliche Zugehörigkeit unseres Tales zum Mont-Blanc verändert. Und mittendrin befinden sich: Les Marecottes! Ein Halt lohnt sich ganz bestimmt. Das Mikroklima und die Wasserqualität in Les Marecottes (1000 - 1100 m) wird von jedem Arzt empfohlen. Das Ski- oder Wandergebiet in la Creusaz (1780 m) darf über das beeindruckende Panorama sehr stolz sein. Entdecken Sie aus der Vogelperspektive: Den Salanfe-See und die Tour Salliere (3218 m), den Stausee von Emosson (2683 m), den Gletscher von Trient, den Forclaz-Pass, Van d'en Haut und die bekannten Dents du Midi. Der Alpenzoo und das Schwimmbad in den Felsen ziehen im Sommer zahlreiche Familien an.